Der Unterschied zwischen einem KI-Video, das wie ein Bildschirmschoner aussieht, und einem, das wie Film aussieht, liegt fast immer im Prompt. Videomodelle belohnen die Sprache einer Shotlist: was wir sehen, wie sich die Kamera bewegt, welches Objektiv und Licht. Dieser Guide gibt dir eine wiederholbare Struktur und Vorlagen, die in Veo, Kling, Sora und Seedance funktionieren.

Die fünfteilige Struktur

Schreibe jeden Clip-Prompt in dieser Reihenfolge. Sie bildet ab, wie ein Kameramann denkt, und die Modelle reagieren darauf.

  1. Einstellungsgröße — Totale / Halbnah / Nah / Luftaufnahme / Makro.
  2. Subjekt + Aktion — wer oder was, eine Sache tuend.
  3. Kamerabewegung — Kamerafahrt hinein, Schwenk, Tracking, Kran, Handkamera, statisch.
  4. Objektiv / Ausschnitt — 35 mm, 85 mm, geringe Schärfentiefe, Weitwinkel.
  5. Licht + Stimmung — Golden Hour, Neon-Nacht, weiches Führungslicht, hoher Kontrast.

Vorlage: [Einstellungsgröße] von [Subjekt, das Aktion tut], [Kamerabewegung], [Objektiv/Ausschnitt], [Licht + Stimmung].

Beispiel: Halbnaher Tracking-Shot eines Kochs, der in einer dampfenden Küche anrichtet, langsame Kamerafahrt hinein, 50 mm geringe Schärfentiefe, warmes Wolframlicht, intim und betriebsam.

Diese eine Zeile gibt dem Modell Ausschnitt, Bewegung, Optik und Atmosphäre — alles, was es braucht, um inszeniert zu wirken.

Kamerabewegungen, die cinematisch lesen

Die Kamerabewegung macht den Großteil des „Film"-Gefühls aus. Verlässlich:

  • Kamerafahrt hinein / Push-in — baut Fokus und Spannung auf.
  • Tracking / Folgen — Energie, Schwung (super für Produkt und Menschen).
  • Kran / Boom — Maßstab und Enthüllung.
  • Langsamer Schwenk — Ruhe, Etablierung.

Nenne genau eine pro Clip. Zwei konkurrierende Bewegungen („nach links schwenken, während gezoomt und gekrant wird") verwirren das Modell und ergeben Brei.

Objektiv und Licht: die günstigen Upgrades

Zwei Wörter können einen Clip verwandeln:

  • „Geringe Schärfentiefe" — trennt Subjekt vom Hintergrund, sofort cinematischer.
  • Ein echtes Objektiv — „35 mm" (Umgebung), „85 mm" (Porträtkompression), „Makro" (Detail).
  • Ein benanntes Licht — „Golden Hour", „Neon-Nacht", „weiches Fensterlicht", „Film-Noir mit hohem Kontrast".

So „verstehen" gerade Veo und Sora, dass du einen Film-Look willst — siehe unseren Veo-3.1-Guide zu detaillierten Prompts und den Sora-2-Komplettguide zu Realismus-Hinweisen.

Modellspezifischer Schwerpunkt

Die Struktur ist universell; der Dialekt unterscheidet sich.

  • Veo / Sora: belohnen dichte cinematische Sprache und Dialog-Hinweise; nativer Ton heißt, du kannst auch Umgebungston prompten.
  • Kling: reagiert stark auf Bewegungsbeschreibung und glänzt mit Image-to-Video — gib ihm ein Standbild plus eine Bewegungszeile. Siehe Kling 3.0 im Detail.
  • Seedance: gebaut für Bewegungskohärenz — beschreibe die Bewegung klar und sie hält.

Verkette Clips für Sequenzen

Ein Prompt sollte einen Shot machen. Für eine Sequenz schreibe mehrere Prompts, die Subjekt, Palette und Licht teilen, generiere jeden kurzen Clip und schneide sie dann zusammen. So bleibt jede Generierung fokussiert und die Szene kohärent — weit verlässlicher, als einen Prompt eine ganze Geschichte choreografieren zu lassen.

Das Argument für „alles an einem Ort"

Derselbe Prompt kann über Modelle hinweg sehr unterschiedlich landen, also lernt man am schnellsten durch Vergleich. Nexvy betreibt Veo, Kling, Sora und Seedance unter einem Abo — füge einen Prompt in mehrere ein, sieh, welches deine Absicht trifft, und baue die Szene aus den besten Clips, alles in einem Konto. Probier es im Videogenerator oder vergleiche Tarife unter Preise.

Häufige Fragen

Wie schreibt man einen guten KI-Video-Prompt?

Beschreibe ihn wie eine Shotlist, nicht wie einen Wunsch. Nenne Einstellungsgröße, Subjekt und Aktion, Kamerabewegung, Objektiv oder Bildausschnitt, Licht und Stimmung — in dieser Reihenfolge. „Langsame Kamerafahrt auf eine einzelne Figur an einer regennassen Neon-Kreuzung bei Nacht, 35 mm, geringe Schärfentiefe, düster" schlägt „ein cooles Stadtvideo" jedes Mal.

Funktionieren dieselben Prompts in Veo, Kling und Sora?

Die Struktur ja — Einstellung, Bewegung, Objektiv, Licht, Stimmung ist universell. Der Schwerpunkt unterscheidet sich: Veo und Sora belohnen detaillierte cinematische Sprache und Dialog-Hinweise, während Kling und Seedance stark auf klare Bewegungsbeschreibungen und Image-to-Video-Eingaben reagieren.

Warum ignoriert mein KI-Video Teile des Prompts?

Meist ist er überladen oder widersprüchlich — zu viele Aktionen oder Kamerabewegungen, die sich streiten. Halte eine Hauptaktion und eine Kamerabewegung pro Clip, generiere kurz und verkette Clips für komplexe Sequenzen, statt einen Prompt alles tun zu lassen.

Wo kann ich diese Prompts ausprobieren?

Nexvy betreibt Veo, Kling, Sora und Seedance unter einem Abo, sodass du denselben Prompt in mehrere Modelle einfügen und vergleichen kannst, welches deine cinematische Absicht am besten trifft — aus einem Konto.

Fazit

Cinematisches KI-Video ist eine Prompting-Fähigkeit: Einstellungsgröße, Subjekt und Aktion, Kamerabewegung, Objektiv, Licht und Stimmung — eine Aktion und eine Bewegung pro Clip, verkettet zu Szenen. Lern die Struktur einmal und sie reist über jedes Modell. Übe sie auf Nexvy, wo du Veo, Kling, Sora und Seedance nebeneinander vergleichen kannst.